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Ammar114

Ammar114 (Jhg. 1979) wurde in Äthiopien geboren und konvertierte in Deutschland als Heranwachsender zum Islam. Gerade unter jungen Muslimen ist der Sänger, der regelmäßig als Gast bei Veranstaltungen islamischer Organisationen auftritt, wegen seines Eintretens für den Islam beliebt. (s. Pop-Islam) Die Zahl 114 in seinem Künstlernamen steht für die 114 Suren des Koran – und für die Gläubigkeit des Musikers und dessen Fans. "Wenn Du wissen willst, was Islam ist, dann schlag den Koran auf und lies, dort findest du mehr als Hölle und Paradies", singt er und spricht damit vielen jungen Muslimen aus der Seele, die sich und den Islam in der Öffentlichkeit oft missverstanden und falsch dargestellt sehen.

Ammar114 besingt einen universellen Islam des Friedens, der Gerechtigkeit und der Milde, der die anderen Religionen und ihre Propheten als Gesandte des einen Gottes achtet ("Du nennst ihn Gott, ich sag Allah"). In seinem Stück "fuenf32" wendet sich Ammar114 gegen Straßengewalt, Ehrenmorde und Terror, der von Muslimen ausgeübt wird.

Als deutschem Muslim geht es ihm auch um die Situation von Muslimen hierzulande. In dem Lied "Wir sind Deutschland" heißt es zum Beispiel: "Wir sind Deutschland, ja wir sind ein Teil davon. Es wird Zeit, dass wir endlich volle Rechte bekommen. Es wird Zeit, dass ihr das versteht, uns als Bürger und nicht mehr als Gäste seht." Sein Eintreten für die Anerkennung des Islam in Deutschland verbindet Ammar114 mit einem bisweilen sehr konservativen Verständnis des Islam. So appelliert er ausdrücklich an Musliminnen, das Kopftuch zu tragen, das er in seinen Stücken ("Liebe Schwester") als Symbol des Islam inszeniert. Gute Musliminnen, das suggeriert Ammar114, tragen ein Kopftuch – für sich, für Gott und im Namen aller Muslime.