bildmachen – Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention religiös-extremistischer Ansprachen in Sozialen Medien

ufuq_bildmachen_Logo_RGBDas Projekt bildmachen fördert die kritische Medienkompetenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Umgang mit religiös-extremistischen Ansprachen und zeigt alternative Zugänge und Perspektiven zu lebensweltbezogenen Fragen auf. Die interdisziplinäre Ausrichtung verbindet Ansätze der politischen Bildung, der Präventionsarbeit, der Medienpädagogik sowie des Jugendschutzes und überträgt diese in eine nachhaltige präventive und handlungsorientierte Jugendarbeit. Unter der Leitung von ufuq.de wird das Projekt in Kooperation mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (München), der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle NRW e.V. (Köln) sowie dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (Hamburg) in vier Bundesländern umgesetzt. Angestrebt ist eine Ausweitung des Projektes auf weitere Bundesländer.

Welchen Ansatz verfolgt das Projekt?

Das Projekt verbindet Qualifizierungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene und pädagogische Fachkräfte mit einer Dokumentation von Online-Materialien für die präventive Arbeit. Es beinhaltet folgende Angebote:

1. Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte zum Themenfeld Islam, antimuslimischer Rassismus und Islamismus in sozialen Medien.

2. Aufbau einer Online-Plattform, auf der Jugendliche und junge Erwachsene eigene Perspektiven und Standpunkte zu gesellschaftlichen, politischen und religiösen Fragen vorstellen. Auf der Plattform werden außerdem Schulungs- und Fortbildungsmaterialien zur Verfügung stehen.

3. Das Projekt wird mit dem Ziel des Wissenschaft-Praxis-Transfers wissenschaftlich begleitet. Diese Begleitung erfolgt, unter der Leitung des JFF, im Rahmen einer kontinuierlichen Evaluation der Workshops und Fortbildungen sowie durch eine begleitende Studie zur Aneignung religiös-extremistischer Inhalte durch Jugendliche und junge Erwachsene.

Qualifizierungsangebote

  • Workshops für Jugendliche und junge Erwachsene

Vor dem Hintergrund einer wachsenden Sichtbarkeit insbesondere salafistischer Angebote im Netz werden jugendliche Mediennutzer_innen in handlungsorientierten Workshops für Ansprachen religiös-extremistischer Gruppen und Ideologien sensibilisiert. Die Workshops zeigen Handlungsmöglichkeiten auf, um eigene Perspektiven und Erfahrungen mit selbstgestalteten Online-Inhalten in die Diskussion einzubringen. Ein thematischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Auseinandersetzung mit hate-speech und Rassismus in sozialen Medien, um Instrumentalisierungen entsprechender Erfahrungen durch extremistische Akteur_innen entgegenzuwirken. Die Workshops werden von Trainer_innen durchgeführt, die im Rahmen des Projektes in den Themenfeldern Islam, antimuslimischer Rassismus, Islamismus sowie Methoden der medienpädagogischen Arbeit mit sozialen Medien geschult wurden.

Hier finden Sie unseren Flyer für Schüler_innen.

  • Fortbildungen für Multiplikator_innen

Das Projekt wendet sich darüberhinaus an pädagogische Fachkräfte in schulischen und außerschulischen Einrichtungen. Die Fortbildungen vermitteln Hintergrundinformationen über Inhalte und Strategien religiös-extremistischer Akteur_innen und geben Anregungen für die Entwicklung und Begleitung von Ansätzen der Präventionsarbeit in sozialen Medien. Ziel ist eine nachhaltige Verankerung medienpädagogischer Kompetenzen in der schulischen und außerschulischen Arbeit in der Auseinandersetzung mit religiös-extremistischen Inhalten.

Hier finden Sie unseren Flyer für Multiplikator_innen.

Online-Plattform

Die in den Workshops erstellen Online-Inhalte zu aktuellen Themen, gesellschaftlicher Diversität und Teilhabemöglichkeiten werden auf einer Online-Plattform dokumentiert. Die Beiträge stehen für alternative Zugänge und Perspektiven zu aktuellen Fragen, die in religiös-begründeten extremistischen Ansprachen an Jugendliche und junge Erwachsene instrumentalisiert werden. Auf der Plattform werden darüber hinaus wichtige Schulungs- und Fortbildungsmaterialien für eine interessierte Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Wissenschaftliche Begleitung

Wissenschaftlich fundierte Impulse für die Projektarbeit liefert eine Studie zur Aneignung von politischen und gesellschaftlich relevanten Informationen durch Jugendliche und junge Erwachsene in sozialen Medien. Dabei interessiert insbesondere, woran Jugendliche politische und insbesondere extremistische Beiträge erkennen und welche Strategien sie im Umgang damit wählen. So sollen Verweisstrukturen auf extremistische Inhalte und ggf. Memes, die diese aufgreifen, aufgedeckt und Handlungsempfehlungen konkretisiert werden.

An wen richtet sich das Projekt?

Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren in schulischen und außerschulischen Einrichtungen. Darüber hinaus werden pädagogische Fachkräfte angesprochen, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu den oben genannten Themenfeldern arbeiten. Durch die Schulung von Trainer_innen, Multiplikator_innen und Schüler_innen erzielt das Projekt eine längerfristige Wirkung über den Projektkontext hinaus.

Wie nachhaltig ist das Projekt? Was passiert nach Ende der Förderung?

Das Projekt ist länderübergreifend angelegt und zielt zugleich auf eine lokale Anbindung an schulische und außerschulische Einrichtungen und Netzwerke. Mit der Online-Plattform wird zudem ein Transfer der Erfahrungen und Projektergebnisse in die Regelangebote angestrebt. Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes liefert empirisch fundierte Impulse, die von anderen Trägern und Fachkräften aufgegriffen werden können und zur Entwicklung eigener Ansätze anregen sollen.

Wer finanziert das Projekt?

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“ gefördert und durch die Bundesländer mitfinanziert.

Gibt es weitere Fragen?

Das Team von „bildmachen“ beantwortet sie gerne:

Canan Korucu: canan.korucu@ufuq.de
Pierre Asisi: pierre.asisi@ufuq.de
Tel.: 030 – 62 90 45 87

Kontakte in den Bundesländern – auch bei Fragen zu den Workshops und Fortbildungen:

Berlin:
ufuq.de
Arian Bracher: arian.bracher@ufuq.de, Tel.: 030 – 62 90 45 87

Bayern: JFF- Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis
Nicole Rauch und Fabian Wörz: bildmachen@jff.deTel: 089 – 68 98 91 42

Hamburg: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
Christoph Berens: Christoph.Berens@li-hamburg.de, Tel: 040 – 42 88 42 564

Nordrhein-Westfalen: Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle NRW e.V.
Silke Knabenschuh: silke.knabenschuh@mail.ajs.nrw.de, Tel: 0221 – 92 13 92 13

Hier finden Sie den Projektflyer.

Kooperationspartner

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Das Projekt wird gefördert durch:

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Stmas

 

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