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Protest, Provokation und Propaganda – Fortbildungen, Begleitungen und Beratungen für pädagogische Fachkräfte in der Islamismusprävention in Berlin

Die polarisierte Debatte um den Islam und Muslim_innen in Deutschland oder Auswirkungen der Konflikte in Syrien und Irak spiegeln sich in der täglichen Arbeit vieler Bildungseinrichtungen im Land Berlin. Beispielhaft dafür stehen Berichte von Lehrkräften und Sozialarbeiter_innen über Auseinandersetzungen nach den Anschlägen in Paris, Brüssel und Berlin unter Berliner Jugendlichen. Das Modellprojekt bietet Fortbildung, Begleitung und Beratung für Fachkräfte der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit im Umgang mit den Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus.

Fortbildungen

Islam und Muslime gehören zu Deutschland – auch in Schule und Jugendarbeit. Aber was bedeutet Muslimen eigentlich ihre Religion? Was heißt „halal“ und „haram“? Wie lässt sich mit Jugendlichen darüber sprechen? Wie erkenne ich Islamismus – und wie kann man ihm begegnen? Das sind schwierige Fragen, die sich viele Pädagoginnen und Pädagogen täglich stellen. Fortbildungen Die Arbeit mit Jugendlichen zu Fragen über Islam, Demokratie und Islamismus stellt Pädagogen vor besondere Herausforderungen – zumal, wenn diese mit

Akteure der Jugendbildung stärken – Jugendliche vor Radikalisierung schützen

Die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA e.V.) war einer der ersten Vereine, der sich mit dem Thema Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft auseinandersetzte. Mittlerweile engagiert sich die KIgA auch in der Prävention von religiös begründetem Extremismus und profitiert dabei von den Erfahrungen und Netzwerken, die sie in den vergangenen Jahren in Berlin gesammelt hat. Im Gespräch mit Aylin Yavaş berichtet Nina Mühe über das Projekt „Akteure der Jugendbildung stärken – Jugendliche vor Radikalisierung schützen“.

„Einen Generalverdacht gegen ganze ethnische Gruppen darf es nicht geben“ – Über Racial Profiling und die Folgen

Wieder sorgen die Ereignisse der Silvesternacht in Köln für heftige Diskussionen. Dieses Jahr sind es allerdings nicht sexuelle Übergriffe, die für Aufregung sorgen. Dafür steht nun das Vorgehen der Polizei in der Kritik: Hatte sie doch sehr gezielt junge Männer mit vermeintlich nordafrikanischem Äußeren im Visier. In einem Tweet der Polizei wurden diese als „Nafris“ bezeichnet. Zur Diskussion über die Verwendung rassistischer Begriffe und Racial Profiling im Polizeieinsatz sprachen wir mit der Kriminologin Dr. Daniela Hunold, die zur Polizeiarbeit in multiethnischen Städten forscht.

Der Anti-Bias-Ansatz als Grundlage für eine vorurteilsreflektierte Pädagogik am Beispiel des MIKA-Methodenkoffers

Bereits im Vorschul- und Grundschulalter orientieren sich Kinder an Gruppenzugehörigkeiten, z.B. an Geschlechts- und/ oder ethnischer Zugehörigkeit oder aber gleichzeitig an anderen Zugehörigkeitsmerkmalen. Sie entwickeln ein vermeintliches Wissen über Unterschiede zwischen sich selbst und anderen Kindern. Einerseits übernehmen sie (Vor-) Urteile der Umwelt, andererseits entwickeln sie auch selbst anerkennende und abwertende Haltungen gegenüber „Anderen“. Der Pädagoge Birol Mertol von der FUMA Fachstelle Gender in NRW beschreibt den Ansatz der „MIKA-Methoden im Koffer für Alle. Vorurteilsreflektierte Pädagogik“, die von der Fachstelle erarbeitet wurden.

Wir suchen eine Praktikantin/einen Praktikanten für unser Büro in Berlin!

Für unsere Projektarbeit in Berlin suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine_n Praktikant_in. Ufuq.de engagiert sich bundesweit in der politischen Bildung und Präventionsarbeit. Bei allen Fragen und Konflikten, die sich im Alltag, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Politik mit der „Einbürgerung des Islam“ ergeben mögen, geht es nicht mehr darum, ob diese stattfindet, sondern darum, wie dieser Prozess gestaltet wird. Unser Vereinsname ufuq.de ist daher Programm: „ufuq“ heißt auf arabisch „Horizont“. Wir freuen uns über Unterstützung!

Wie geflüchtete Schüler_innen die Schulen verändern

Das neue Schuljahr beginnt. Es ist Jahr zwei einer neuen Zeitrechnung, denn die Ankunft der Geflüchteten in Deutschland hat viele Schulen stark verändert. Rund 300 000 neue Schüler_innen gilt es zu integrieren. Zunächst waren Schulleitung und Kollegium oft auf sich gestellt. Inzwischen gibt es erste Routinen, es wurden Wege ausprobiert, Fehler gemacht und Erfahrungen gesammelt. In ihrem kürzlich erschienenen Buch „Die Flüchtlinge sind da – Wie zugewanderte Kinder und Jugendliche unsere Schulen verändern und verbessern“ beschreiben die Journalist_innen Armin Himmelrath und Katharina Blass, was sich in den Schulen tut. Im ufuq.de-Interview erklärt Katharina Blass, worauf es ganz besonders ankommt.

Angebote

Ufuq.de ist bundesweiter Ansprechpartner für die pädagogische Praxis im Themenfeld Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus. Dabei nutzen wir die Expertise und Erfahrungen in der politischen Bildung und Prävention, die wir seit 2007 in eigenen Projekten gesammelt haben und greifen Erkenntnisse unserer Kooperationspartner und aktueller fachwissenschaftlichen Forschungen auf. Ufuq.de beteiligt sich auch an Forschungsprojekten, die sich mit Lebenswelten von Muslim_innen in Deutschland beschäftigen. Beratung und Fortbildung Wir bieten Beratungen und Fortbildungen für Mitarbeiter_innen in Schulen, außerschulischen Bildungseinrichtungen, Verwaltungen, Verbänden, Stiftungen

Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung in Bayern

Die landesweite Fachstelle zur Prävention von religiös begründeter Radikalisierung in Bayern hat ihren Sitz in Augsburg. Das fünfköpfige Team informiert und berät Einrichtungen der Bildungs- und Jugendarbeit, aber auch kommunale Verwaltungen und zivilgesellschaftliche Akteur_innen in der Prävention von religiös begründeten Radikalisierungen und dem Umgang mit demokratie- und freiheitsfeindlichen Einstellungen. Die Unterstützung der Fachkräfte erfolgt durch Fortbildungen, Vorträge und Beratungen zu den Themenfeldern Islam, Islamfeindlichkeit, Salafismus und gewaltbereitem Islamismus. Die Fachstelle stellt dafür Materialen in Form von

WomEx: Frauen und Mädchen als Schlichterinnen im Extremismus?

„Frauen, Gender und Extremismus“ – diesem Thema widmete sich der Berliner Verein cultures interactive in einem Forschungsprojekt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach den Zusammenhängen von Geschlecht und Extremismus, die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sind mittlerweile auch in einer Broschüre erschienen. Aylin Yavaş hat sich mit der Projektleiterin Silke Baer getroffen und mit ihr über die Rollen von Frauen in extremistischen Bewegungen, aber auch über Parallelen von Geschlechterrollen und genderspezifischen Themen in Islamismus und Rechtsextremismus gesprochen.