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Vom Schreckensbild zum Szenetreff

"Vor Wien" heißt ein Café, das vor einiger Zeit von türkischen Migranten in Berlin-Kreuzberg eröffnet wurde. Mittlerweile hat es sich als Szenetreff etabliert.Active Image Dieser ironische Umgang der Café-Betreiber mit dem Gerede vom Kampf der Kulturen könnte Pate stehen für ufuq.de.
Jenseits von islamistischer Propaganda auf der einen und Warnungen vor einer Islamisierung des Abendlandes auf der anderen Seite wollen wir in Medien, Wissenschaft und Bildungsarbeit dazu beitragen, dass der Islam und die etwa vier Millionen Muslime in Deutschland zu einer Selbstverständlichkeit werden.
Dabei geht es uns weniger darum, über „den“ Islam zu informieren. Uns interessiert vielmehr, wie unterschiedlich gerade junge deutsche Muslime ihren Glauben interpretieren und leben: als Ethik, Tradition und Lifestyle – aber auch als politische Ideologie.
Uns interessieren aktuelle Diskussionen unter Muslimen und mit Muslimen in Deutschland: etwa wenn es um den Nahostkonflikt geht, um Zwangsheirat und Ehrenmord, um Antisemitismus, den türkischen Nationalismus, Rassismus und das Feindbild Islam oder um den Islamunterricht in staatlichen Schulen.
All diese Auseinandersetzungen sind Teil eines Prozesses, den es zu gestalten gilt – auch wenn dies für Islamisten wie für Verteidiger des christlichen Abendlandes schwer zu schlucken ist. Denn der Islam ist Alltag in Deutschland: Die Muslime stehen nicht mehr „vor Wien“, sondern sie sind längst „in Wien", Berlin und Hermannsburg zuhause.